Alltag in Novaesium
gemeinsamen Erlebnissen und von „ihren Heldentaten” zu schwärmen oder sich die Zeit mit Gesellschaftsspielen zu vertreiben. (Bild 18 ) Vor einer größeren Taverne wird sogar zum Tanz im Freien aufgespielt, und
schwankend verläßt ein angeheiterter Dauergast von seinen Begleitern gestützt seine geliebte Wirkungsstätte: das Wirtshaus. (Bild 19 rechts und 20) Unter dem schützenden Dach des Eckhauses auf der gegenüberliegenden


Bild 20: In vino veritas
Seite des Marktplatzes unterrichtet ein Privatlehrer seine Schüler im Lesen und Schreiben. (Bild 21) Und nebenan erwartet ein Großgrundbesitzer, der seinen Gutshof aufgeteilt und das Land verpachtet hat, die monatlich fälligen Pachtzahlungen, die ihm seine Schuldner (lat. Colones )in bar zu überbringen haben. Sein „Notarius“ führt dabei gewissenhaft Buch über die gezahlten Beträge. Auf dem freien Platz am Rande des Forums üben sich Kinder und Jugendliche, soweit sie nicht den Eltern bei der Erwerbsarbeit zu helfen haben, mit den damals üblichen Geschicklichkeits- und Gesellschaftsspielen. (Bild 22 - im Vordergrund ) Auf der dem Marktplatz abgewandten Rückseite des Forums hat sich eine An zahl von „fliegenden Händlern“ niedergelassen. Die Verkaufstände sind einfach und transportabel, sie schützen aber durch ihre zeltartige Abdeckung die mitgebrachten Waren und ihre Verkäufer vor Regen oder vor Sonnenbestrahlung. Zahlreiche Kunden interessieren sich bereits für die ausgestellten landwirtschaftlichen oder die sonstigen Erzeugnisse und wissen den Vorteil dieses „Bauernmarktes“ zu nutzen. (Bild 23 )



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