Alltag in Novaesium
Die Heizräume für das Badewasser und die Raumheizung sind von außen zugänglich.
Aufgrund der von der Topographie bestimmten Vorgaben wird das Kastell
Novaesium nur auf drei Seiten von der Zivilsiedlung umschlossen. Auf der vierten Seite,
der Rheinfront, ist dies nicht möglich. Denn Flußufer und Uferzone sind unbedingt
für die Sicherungsaufgabe und die Verteidigung der Grenzlinie (- der Limes bildet hier den Grenzfluß -)
frei zu halten. Zur Verkehrssicherung gehört darüberhinaus aber auch eine Anlegestelle
für den allgemeinen Schiffsverkehr und für die
Versorgungsschiffe und die Patrouillenbote der Rheinflotte (Classis Germanica)
mit Flottenkommando in KölnAltenburg und Mainz. Die Anlegestelle dient hauptsächlich zur Versorgung der hiesigen Truppe
und der Garnisonen im Hinterland mit Nachschubgütern aller Art.
(Bild 32)
Daraus entwickelt sich aber im Laufe der Zeit auch der Vorläufer eines
kleinen Hafens, in dem auch private Frachtschiffe anlegen können. Und dies wird
zum Ausgangspunkt eines bescheidenen Handelsplatzes, den Händler aus dem römischen
Imperium ansteuern, um ihre Waren abzusetzen: Wein, Gewürze; kostbare Stoffe,
Schmuck u. a. m. (Bild 32) Das Kastell wird auf dieser Seite - und eigentlich nur der Anschaulichkeit wegen -
durch eine aus Holzpfosten, Balken, - Bohlen und Erde gebauten Befestigung,
die als eine „Keltische Mauer“ bezeichnet wird, gesichert. An dieser Holz-
Erde- Befestigung entlang, die durch ein aus Holzbalken gezimmertes Tor
unterbrochen wird, verläuft die jetzt umgeleitete „Limes-Grenzstraße”, die früher durch die Legionsfestung
geführt wurde.


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