Alltag in Novaesium

In einer langen Kolonne marschiert dort eine Rohorte der in Vetera (bei Xanten) stationierten Legion, die einst in der Festung Novaesium ihre Garnison hatte. Sie übt ihre ständige Einsatzbereitschaft während eines regelmäßig stattfindenden mehrtägigen Manövers. Die Spitze der Kolonne bildet ein Trupp berittener germanischer Späher. Ihnen folgt eine Schwadron von Legionsreitern. Hinter dieser Reiterschar marschiert die erste Hundertschaft der Legionäre, die von einem kleinen Trupp Bogenschützen begleitet wird. Sodann hat sich in die Marschkolonne der Gefechtstroß der Kohorte eingereiht. Er besteht aus zwei Gruppen von Tragtieren, die mit Schanzgerät, Zeltbaumaterial und anderen Ausrüstungsteilen bepackt sind, und den Maultiertreibern.
Den Abschluß bildet wiederum eine Centurie (Hundertschaft) von Legionären, die den Toß als „Bedeckung“ gegen mögliche Überfälle oder Angriffe aus dem Hinterhalt zu schützen hat. (Bild 33 und 34) Zur Grenzsicherung gehört auch eine möglichst vollständige und regelmäßige Personenkontrolle. Wachsamkeit gegen unerlaubtes Überschreiten der Grenzlinie durch Fremde ist unter allen Um ständen geboten. Zu diesem Zweck sind ständig berittene Streifen entlang der Grenze und im grenznahen Bereich unterwegs. Ab und zu greifen sie auch tatsächlich einen Grenzgänger auf. Wenn dieser sich in dem folgenden Verhör nicht ausweisen kann und sogar einen bestimmten Verdacht erweckt hat, erwartet ihn eine ungewisse Zukunft. (Bild 35)



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