Alltag in Novaesium
DIE VILLA RUSTICA
Der Bautyp einer Villa Rustica ist hier einem im Römischen Reich weit verbreiteten Planmuster nachgebildet. Der Gutshof ist teils durch niedrige Mauern und teils durch Hecken und Gräben eingefriedet. In der Achse des rechteckigen Grundstücks steht das Wohnhaus des Besitzers. Es ist nach dem Vorbild eines römischen Landhauses gebaut - daher: Villa - besitzt zwei Eckvorbauten und eine breite Säulenhalle mit einer Freitreppe.
Der Bau übertrifft an Größe und Gestaltung alle übrigen Gutsgebäude. (Bild 8) Dazu zählt insbesondere das Vorratsgebäude. Es ist dies die „Schatzkammer“ der „Villa“, in der u. a. die Ernteerzeugnisse von besonderer Bedeutung aber auch Wein, Honig; Käse und Dauerwaren aufbewahrt werden. (Bild 9) Ferner gehören dazu die Holzhäuser für das die „Villa“ bedienende Gesinde (Bild 10) sowie die Ställe, Scheunen Wagenschuppen und ein kleines Backhaus. Der Hof wird belebt von den Gutsarbeitern:


Männern, Frauen und Kindern, die einfach gekleidet ihrer zugewiesenen Arbeit nachgehen. Einige Frauen sind am Backhaus beschäftigt und backen Brot für die Gutsbevölkerung. An dem kleinen Tümpel tummelt sich das freilaufende Federvieh. (Bild 10) Die Äcker vor den Stallungen werden mit Ochsengespannen gepflügt und bestellt. Das reife Korn wird mit einer - damals sehr modernen! - Mähmaschine geschnitten (Bild 11) und von Hand in Garben gebunden.
In einem anderen Teil der Felder werden Gemüse und
Gewürzkräuter angebaut. Auch diese Feldfrüchte werden von einer Helferschar
abgeerntet und in Körbe verpackt. Nach der Ernte wird das Gartenland umgegraben
und für die Bepflanzung im nächsten Jahr vorbereitet.
(Bild 12)


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