Ihr Wegweiser: Startseite / Neuss Intern / Geschichte / Rundgang durch 2000 Jahre Neuss

 

 

Seite:
 

Rundgang durch 2000 Jahre Neuss

 

Der Abzug der Römer aus Novaesium war weniger bedingt durch ein Vordringen der Germanen. Vielmehr setzten Unruhen an den östlichen Grenzen des Imperiums der Herrschaft am Rhein ein Ende. Man brauchte die Truppen an anderer Stelle. Die Franken mieden die aufgelassenen Plätze. Ihnen lag mehr die freie Natur. Nur wenige Spuren belegen ihre Anwesenheit in Neuss. Erst zu Beginn des 9. Jahrhunderts erhellt sich das Dunkel der Geschichte. Aus dem Norden drangen über den Wasserweg die Wikinger vor. Sie trugen Unruhe in die friedliche Landschaft, bewirkten, dass Geschichtsschreiber und Chronisten ihre Anwesenheit notierten und damit eine erste Kenntnis von der Existenz des frühmittelalterlichen Neuss vermittelten.

 

Von nun an mehren sich Erwähnungen und Urkunden. Der Bau einer großen Stadtmauer mit Türmen und Toren, die um 1200 vollendet ist, dokumentiert Werden und Wachsen der Stadt, aber auch deren Bedeutung. Sichtbarstes Zeichen wehrhaften Bürgerstolzes ist das bis heute erhaltene wuchtige Obertor, während sich die Treue zum angestammten Glauben und die Verehrung des Stifts? und Stadtpatrons Quirinus im 1209 begonnenen Münster ein Denkmal setzte. Nach alter Überlieferung soll im Jahre 1050 die Neusser Äbtissin Gepa die Reliquien des Heiligen in Rom von ihrem Bruder Papst Leo erhalten und nach Neuss gebracht haben.

Das mittelalterliche Neuss

Das mittelalterliche Neuss vor der Zerstörung von 1586

Seite: